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Vor dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ist die Anspannung groß. Gladbach steht nach den ersten vier Spieltagen ohne Punkte da und hat minus zehn Tore. Doch auch für Kölns Trainer René Wagner steht in der Partie viel auf dem Spiel, wie der Express berichtet.
Wagner steht demnach schon früh in der Saison erheblich unter Druck. Wegen der schwachen Leistungen im Endspurt der vergangenen Spielzeit war er ohnehin mit einer Hypothek in die neue Saison gegangen. Die Auftritte gegen Bremen und den HSV haben die Kritik an ihm nach Darstellung des Express zusätzlich angefacht.
Wagner sagt, er nehme das Geschehen rund um den Verein durchaus wahr, und es sei derzeit kaum möglich, es nicht zu tun. Ließe er sich davon beeinflussen, würde das seine Arbeit nicht erleichtern, sondern eher erschweren. Dann gingen ihm womöglich Gedanken durch den Kopf, die dort nicht hingehörten. Davon müsse er sich lösen.
Dass das Derby für ihn richtungsweisend sein dürfte, ist dem FC-Trainer bewusst. Jörg Alvermann hatte im Interview mit dem Express betont, es gebe kein Derby-Ultimatum. Der Verein wäre grundsätzlich schlecht beraten, eine Trainerentscheidung vom Ausgang eines einzelnen Spiels abhängig zu machen. Nach Einschätzung des Express dürfte die Rückendeckung bei weiteren Misserfolgen dennoch schwinden. Wagner müsse in den kommenden Wochen Siege einfahren, um seine Position zu festigen. Ein Derby-Sieg könnte ihm im gesamten Umfeld des FC wieder Kredit verschaffen.
Wagner sagt, zu Beginn einer Trainerlaufbahn oder nach der Übernahme eines Jobs sei es wichtig, Siege zu sammeln. In jedem Spiel gehe es um drei Punkte, das sei seine Aufgabe. Im Derby gegen Gladbach wolle die Mannschaft das noch ein wenig mehr erreichen, weil die Partie für alle im Verein größere Bedeutung habe.
Vor seinem ersten Derby als Cheftrainer erklärt Wagner, entscheidend sei für ihn allein die interne Kommunikation. Dort gebe es diese kritischen Stimmen nicht. Das sei ihm sehr wichtig. Er nehme die Kritik wahr, sie dürfe für ihn aber keine Rolle spielen. Seine Marschroute für die Partie formuliert er mit den Worten „Vollgas Richtung Derby“.